Studienreise Rom-Ostia-Pisa-Florenz

Schüler der Freien Schule Prerow an den Wurzeln der europäischen Kultur

Studienreisen können besser als jedes Buch, jede Unterrichtsstunde oder filmische Dokumentation Geschichte und Kultur anderer Völker vermitteln. Sie bauen außerdem Vorurteile ab, dienen der Völkerverständigung und helfen, über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Diese Überlegungen gingen der Wahl des Reiseziels voraus. Es lag also nahe, nach Italien zu reisen und Rom, Florenz und Pisa anzusteuern. Ein volles Programm, das die 28 Schüler der beiden 10. Klassen und die drei Pädagogen in 7 Tagen zu absolvieren hatten. Aber Erholung war auch nicht geplant. Die jungen Leute sollten und wollten etwas sehen und lernen durch lebendige Anschauung. So wurde für manchen Reiseteilnehmer der leblose historische Stein plötzlich zu lebendiger Geschichte.

Die Eindrücke waren vielfältig: Antike Ansichten vom Kolosseum zum Forum Romanum bis zum Pantheon und in einem gesonderten Ausflug auch in Ostia, der einzigartigen Hafenstadt des antiken Roms.

Die Kultur der Renaissance zeigte sich dann ebenso allgegenwärtig und konnte erlebt werden in vielen historischen Zeugnissen der römischen Architektur, in den Kunstwerken des Petersdomes und der Vatikanischen Museen. Die Schüler bestätigten, welche Kraft noch heute von den Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle ausgeht.

So kreuzten die Schüler neben Michelangelos Wegen auch die Wege von vielen anderen bedeutenden Persönlichkeiten: Leonardo da Vinci, Giordano Bruno, Galileo Galilei, Johann Wolfgang von Goethe, der Familie der Medici. Grund genug, sich noch einmal intensiv mit deren Leben zu beschäftigen.

Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass das moderne Rom kein Museum ist, sondern eine lebendige und pulsierende Großstadt mit all ihren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Problemen. Mit den daraus gewonnenen Einsichten korrespondierte die Reise also nicht nur mit dem Geschichts-, Kunst oder Deutschunterricht, sondern war wirklich fachübergreifend.

 

Damit die Studienreise nicht zu einem flüchtigen Ereignis wird, hatten die Schüler den Auftrag, ein individuelles Reisetagesbuch unter bestimmten fachlichen Aspekten anzufertigen. Einer Herausforderung, die sich gerne als Reisenachbereitung stellen. Das Ergebnis: „Mein Römisches Tagebuch“.