[Schüleraustausch Teil 1+2] [Schüleraustausch Teil 3]

 

Kamien Pomorski Sept. 2009

Bei unseren Freunden in Kamien-Pomorski 

Der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Kamien-Pomorski in Polen gehört inzwischen schon zu den Traditionen unserer Schule. Zum vierten Mal trafen nun Schüler beider Einrichtungen zusammen, hatten Zeit einander weiter kennen zu lernen und schon lange bestehende Freundschaften zu pflegen.

Diesmal waren 20 unserer Schüler für eine Woche Gäste in Kamien an der polnischen Ostseeküste.

Unsere Gastgeber hatten für uns ein lehr- und ereignisreiches Programm vorbereitet. Wir hatten viel Spaß und konnten gleichzeitig viel über die Natur, Geschichte, Kultur, und Politik unseres Nachbarlandes lernen. Vor allem aber wollten wir natürlich mit unseren Freunden reden. Dies war auch sehr unkompliziert möglich, weil die Kaminer Gymnasiasten fleißig unsere Sprache lernen und außerdem gibt es ja noch das universelle Englisch, das in der Not immer hilft. Inzwischen haben sich natürlich auch bei uns schon ein paar polnische Höflichkeitsformen eingeprägt. Da wir auch am Deutschunterricht teilnehmen durften, wurde uns bewusst, wie schwer die deutsche Sprache für die Polen ist. Wahrscheinlich nicht einfacher als das Polnische für uns. Zum Abschluss des Austausches haben sich unsere Gastgeber einen niedlichen Scherz ausgedacht: Wir sollten polnische Vokabeln oder Redewendungen vor laufender Kamera nachsprechen...

Während unserer zahlreichen Ausflüge hatten wir Gelegenheit Kolobrzeg (Kolberg), Miedzyzdroje (Misdroy) und Szcezin (Stettin) kennen zu lernen. Wir erkannten, dass Polen sich wirtschaftlich auf dem Weg der Angleichung an westliche Verhältnisse befindet. Die alte Stadt Stettin mit seiner multikulturellen und damit hoch­interessanten Geschichte entwickelt sich zu einem Schmuckstück. Wird man es bald wieder in einem Atemzug mit Paris oder Prag nennen? Fasziniert waren wir von dem wunderschönen und hochmodernen Einkaufszentrum „Galaxy“. Während einer Bunkerführung konnten wir uns aber auch über die Schrecklichkeiten des Zweiten Weltkrieges informieren und darüber, was diese Stadt erleiden musste. Die im wahrsten Sinne bedrückende Atmosphäre des Bunkers ließ uns trotzdem die Schrecken eines Bombenkrieges nur erahnen.

In Kolberg uns Misdroy sahen wir, wie sich unsere Nachbarn ebenfalls auf das Tourismusgeschäft an der Ostseeküste orientieren. Ausflugsschiffe, gepflegte Restaurants und Cafes, Touristenmärkte und andere Attraktionen sind schon lange Normalität.

Der Besuch in Polen hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Einige Schüler waren noch nie in Polen. Sie waren angenehm überrascht über die Gastfreundlichkeit und den Service bei unseren östlichen Nachbarn. Also ist auch wieder das eine oder andere Vorurteil abgebaut worden.

Wir danken unseren Gastgebern für diese tolle Woche und freuen uns auf den Gegenbesuch im April 2010.

Dr. Koch, September 2009